Archiv für September 2008
Beitrag über Selbstorganisiertes Lernen im web 2.0
Neulich bin ich auf Salzburg Research – Edumedia gestoßen, die dieses Jahr auch eine Fachtagung mit dem Titel „Selbstorganisiertes Lernen im interaktiven Web – Lernkultur im Wandel?“ veranstaltet haben. Es gibt einen sehr schlüssigen Podcast zu diesen Thema von Prof. Dr. Gabi Reinmann unter Episode 1 bzw. gefällt mir ihre theoriegeleitete Herangesehensweise an das Thema unter Einbeziehung der Selbstbestimmungstheorie von Deci und Ryan.
„Selbstorganisiertes Lernen setzt nicht nur Interesse am Gegenstand des Lernens, ein ausreichendes Maß an Vorwissen oder Vorverständnis zum Thema sowie grundlegende Fähigkeiten und Übung in der Selbststeuerung innerhalb einer Lernumgebung voraus. Selbst-organisiertes Lernen – so meine These – ist auch nur dann möglich, wenn Lernende den freien Willen dazu haben und zwar im Sinne eines angeeigneten Willens. Das heißt, dass sich ein Lernender darüber im Klaren sein muss, welches Wissen und Können er wozu eigentlich erwerben möchte, und dass er es schafft, dies zum Ausdruck zu bringen (Aspekt der Artikulation). Es müssen sodann seine eigenen, selbst gesteckten Ziele sein, die er da verfolgt, oder aber er muss nachvollziehen können, von wem er diese Ziele aus welchen Gründen übernommen hat (Aspekt des Verstehens). Letztlich er muss diese Ziele auch als sinnvoll einstufen, sie mit seinem Wertesystem in Einklang bringen (Aspekt der Bewer-tung). So oder ähnlich jedenfalls könnte man die Bedingungen für einen freien (als einen angeeigneten) Willen zum selbstorgansierten Lernen nach Bieris philosophischer Argu-mentation formulieren. Und das hat bei genauerem Hinsehen eine erstaunlich große Über-einstimmung mit dem, was Deci und Ryan auf empirischem Wege über das Erleben von Autonomie zu Tage gefördert haben.“
Unter Selbstorganisiertes Lernen gibts es das Transkript. Sie selbst bloggt auf denkarium .
Reinmann, G. (2008).Arbeitsbericht. Selbstorganisation im Netz – Anstoß zum Hinterfragen impliziter Annahmen und Prämissen.[WWW Dokument]. Verfügbar unter http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Arbeitsbericht_18.pdf.
Elegy oder die Kunst zu lieben
Meine Lieblingsregisseurin Isabel Coixet, die bereits „Mein Leben ohne mich“ und „Das geheime Leben der Worte“ gedreht hat, hat einen neuen Film – ihr 12. wie ich gerade festgestellt habe. Ihren Durchbruch hatte sie mit „Mein Leben ohne mich“. Auch in ihrem neuen Film bleibt sie Ihrer Linie treu, es geht um Gefühle und was sich durch eine schwere Krankheit verändert. Und es dreht sich um Mann und Frau. Der Mann – ein etwa 60Jähriger Womenizer und Professor an der Uni – hat regelmäßige Liebschaften mit seinen Studentinnen, bis er eines Tages sich doch verliebt in die 24jährige Consuela. Zu seinem Glück verliebt auch diese sich in ihn, aber das vermeintliche Glück führt am Ende zur Trennung, weil er den Gefühlen nicht gewachsen ist und daran zerbricht er innerlich. Nach acht Jahren begegnen sie sich wieder, Consuela initiiert, denn sie hat Brustkrebs und möchte sich eigentlich nur verabschieden, ihn noch ein letztes Mal sehen. Ihm wird bewusst, dass er all die Jahre nur darauf gewartet hat… Der Stern schreibt es sei ein „spritzig, melancholisch, sinnlicher Beziehungsfilm“ – wirklich sehenswert und interessant als Frau die Gedankenwelt des „Frauenheldes“ erleben zu können.
MIA concerto auf fm4
Bis zum 14.9. kann man sich noch das Überraschungskonzert von Mia anhören. Unter http://fm4.orf.at/connected/223890/main. Witzig, dass alle bei dem Konzert sitzen mussten. Wäre dennoch gerne da gewesen.









