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Blick hinter die Kulissen – „Unser täglich Brot“

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„Unser täglich Brot“ ist ähnlich wie „We feed the World“ von Erwin Wagenhofer, ein Film über industrieelle Nahrungsmittelproduktion, Agrar- und Landwirtschaft, Lebensmittelgroßkonzerne und das ohne Kommenar, dafür aber schonungslos.

Bereits der Trailer

Unser täglich Brot (Österreich / Deutschland 2003-2005) von Nikolaus Geyrhalter

gibt einen Vorgeschmack darauf, was uns in dem Film erwartet – eben ein Blick hinter die Kulissen, den wir nicht mehr gewöhnt sind. Der Film ist komplett ohne Erzähler oder Kommentar, eigentlich ist es nur eine Abfolge von Bildern. Wie weit weg diese Welt von uns ist, belegen auch die eingeblendeten Fließbandmitarbeiter, bei denen wir fast dazu neigen, sie zu bemitleiden.
Ein Freund von mir meinte neulich in unserer philosophischen Runde, dass es doch komisch sei, dass alle Welt aufschreit wenn irgendwo ein Tornado Häuser dem Erdboden gleich macht*, aber niemand etwas sagt, wenn jemand einen Ameisenhaufen zerstört. Naiver Vergleich – aber genau das ist es!

Von der Website unsertaeglichbrot.at

„Ein Dokumentarfilm über die globalisierte, automatisierte, mechanisierte Produktion unserer Nahrungsmittel, ein Film ohne Kommentar, ohne Expertenmeinung, ohne empörte Betroffenheit, ohne raunendes Entsetzen — geht das? Ja, das geht — wenn man wie Nikolaus Geyrhalter in seinem Werk „Unser täglich Brot“ auf die elementare Essenz des Filmes setzt: die Bilder.

*Dieses Unglück ist schrecklich, ich möchte es nicht abwerten, sondern nur zur Kontrastierung verwenden.


Geschrieben von Anne Grabs

Januar 9, 2009 um 22:13

Veröffentlicht in filme

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