work-life-balance und down-shifting
Die Begriffe sind zwar etwas denglisch, aber mit work-life-balance und down-shifting werden neue Konzepte Lebensgestaltung beschrieben, die für mehr Qualität und Gesundheit sorgen sollen. Auch wenn ich keine genauen Statistiken kenne, Burnout entwickelt sich zur neuen Volkskranheit, weshalb ich auch die „Initiative für (mehr) Solidarität mit Burnoutbetroffenen“ der burnout.net unterstütze. Unter alistapart.com habe ich einen ganz interessanten, aktuellen Artikel gefunden. Wendy Wickham schreibt in Ihrem Blog am 5. Mai von ihrem Social Media Burnout und verabschiedet sich vorerst vom Socializing (am 6. Mai findet sich jedoch schon ein neuer Blogpost).
Warum Burnout keine reine Manager- oder Lehrerkrankheit mehr ist, darüber kann jeder mal selbst nachdenken. Ich habe da meine eigenen Auffassungen darüber. Es ist sicher ein Mix aus zu wenig persönlichem, ehrlichen Austausch und Achtsamkeit untereinander und gleichzeitig dem Dasein in einer schnellen, globalisierten Welt. Auch wenn das Social Web den „Weg des Miteinanders“ geht, wie die Beispiele betterplace.org, utopia.de, webenin oder SocialBlogger.de u.v.m zeigen, sind wir doch alle allein, oder nicht?

work-life-balancing bedeutet die Vereinbarkeit von Familie, Beruf (und Freizeit). Damit einher gehen laut Studien der OECD die Familienfreundlichkeit der Unternehmen, das Rollenverständnis von Frauen und Männern, Kinderbetreuung, flexible Arbeitszeiten und und und. Man könnte meinen, dass das heute sehr viel einfacher, vor allem in der Dienstleistungsbranche (Internet) sein müsste, doch oftmals machen es auch bürokratische Hindernisse schwer dies zu vereinen.
down-shifting ist ein recht junger Begriff und beschreibt die Abkehr vom Materialismus hin zum Einfachen Leben. Die Kritik an der Reizüberflutung und Schnelllebigkeit stehen dabei im Mittelpunkt. Down-shifting gilt auch als Chance in der Krise, da man weniger Zeit für die Arbeit verwenden und sich somit seinen Interessen oder stärker seiner Familie widmen kann.
Auch wenn ich oft meine Schwierigkeiten mit Salzburg und Österreich habe (Konservativität und Trachtenmode : ) sind die Natur und die Berge eine wirkliche Bereicherung für mich und mein Leben. Ich kann wirklich sagen, dass sich meine Lebensqualiät durch die Natur verbessert hat. Erst am Sonntag war ich in Südtirol auf 2700 Metern (Kempspitz), dank Sonja, die uns ihre Heimat gezeigt hat. So weit oben wird alles relativ. Du brauchst kein Geld, weil du keins ausgeben könntest. Du schaust in die weite Bergwelt und stellst fest, dass deine Probleme doch kleiner sind als du dachtest.
Nur eines stört mich am Berggehen in Österreich. Österreicher bringen es wirklich fertig „Bergheil“ am Gipfel zu sagen. Sorry Leute, aber das geht gar nicht. „Bergfrei“ heißt die deutsche Alternative.









Feiner Artikel! Mit down-shifting wurd offenbar ein Begriff geprägt, der an mir bisher vorbei gegangen ist, dessen Inhalt ich aber schon lange lebe. Was Du an positivem Einfluss durch die österreichische Landschaft schreibst, kann ich auch für den Thüringer Wald bestätigen. Es ist unglaublich befreiend, sich in der Freizeit fernab von Stress und Alltag aufzuhalten. Den einzigen Menschen, denen man begegnet, sind Touristen. Das kann auch was nerviges haben. Aber es ist anders nervig, als der Alltagstrouble. Also, Leute, zieht in eine Urlaubsregion und arbeitet dort. Die eigene Gesundheit wirds Euch danken
Hannes
Mai 30, 2009 um 16:43
Hallo Hannes, ja schön isses in den Bergen. Meine Ladies hier nennen mich schon „Bergfex“, anscheinend der offizielle Begriff für eine tüchtig wandernde und bergbegeisterte Frau. Von Down-Shifting habe ich vor zwei Wochen in der Zeit gelesen. Im Leitartikel war die Frage, ob es eine Wirtschaft ohne Wachstum geben kann. Down-Shifting ist anscheinend gerade besonders „in“, da weniger Arbeit, dafür aber mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge vorhanden. Am Ende liegt es immer an einem selbst, was man aus der freien Zeit macht.
Anne Grabs
Juni 1, 2009 um 16:55