Archiv für die Kategorie ‘veranstaltungen’
Obama in Dresden!
Beinah hätte ich es verpasst. Obama kommt nach Dresden. Morgen, am 4.6. In Dresden muss bereits die Hölle los sein. Und weil die Dresdner ihre Stadt so lieben, haben sie eigens eine website für dieses event ins Leben gerufen. Auf obama.besucht-dresden.de findet man die neuesten Updates, Twitter, Bilder usw. davon. Sehr coole Aktion und Kompliment an die Dresdner!
Nachtrag
Mh, heute morgen sagte man im Radio dass Obama noch in Ägypten sei. Kommt der denn wirklich heute?
Educamp09 – 17., 18. und 19. April
Ilmenau Klappe die Zweite. Es ist wieder so weit. Das 3. Educamp startet kommenden Freitag in Ilmenau. Ein weiter Weg steht mit bevor, eine fast 7stündige Fahrt, aber ich freue mich zunächst Ulrike und Alexander vom
Benin-Projekt dort zu treffen und andererseits auf spannende Sessions und Diskussionen mit Bildungsexpertern Neue Medien und „Nicht-Bildungsexperten“. Denn das ist das eigentliche Spannungsfeld, wenn man sich mit Lernen mit neuen Medien beschäftigt.
Die Website des Educamp fasst das Ganze so zusammen: „Dabei wird es um die Themen Social Software im Bildungskontext, Arbeiten und Lernen in der Informationsgesellschaft (Corporate Learning 2.0), Mobile und Microlearning sowie Gefahren und Chancen der aktiven Netznutzung gehen“.
Das Educamp 09 in Ilmenau ist kostenlos und empfehlenswert für Pädagogen und Pädagoginnen, angehende Lehrer/innen, internetaffine Schüler/innen und Experten für Elearning, Blended Learning, Corporate Learning
fundstücke republica09
Jetzt wo die Diskussion um die republica09 sich etwas gelegt hat, möchte ich meine Fundstücke und Links von der rp09 und Berlin posten. Ach ja meine Meinung zur rp09. Ja es war manchmal etwas zäh könnte man sagen, vor allem weil das Internet nicht gefunzt hat. Aber dennoch habe ich ganz viel davon mitgenommen. Zum Beispiel diesen gigantischen Blog mideastyouth.com, der vor allem Menschenrechte, politische Aufklärung und Gleichberechtigung für Frauen in Nahost berichtet. Das war und ist mein persönlicher Favorit des Programms, denn die Autoren müssen täglich damit rechnen, dass sie womöglich ins Gefängnis kommen oder andererseits politisch verfolgt werden. Diese Energie und Mut hat mich sehr beeindruckt.
Viele Themen drehten sich ja rund um das Thema Bildung. Der Schwerpunkt hat mich ein wenig überrascht. Da die Veränderung in der Bildung durch neue Medien mein Thema ist (arbeite seit 6 Jahren mit/im Internet und studiere seit 2 Jahren Pädagogik), kam es mir sehr entgegen. Lisa Rosa sprach in ihrem Beitrag Ne(x)t Generation? Bildung im Übergang von der Arbeitsgesellschaft zur selbstreflexiven Lerngesellschaft von einer Übergangsgesellschaft und forderte eine Lehrerbildung die sich mehr darum bemüht, Lehrer/innen mit Medienkompetenzen und Tools auszustatten. Beim gemeinsam Gespräch sind wir beide zu dem Schluss gekommen, dass es unglaublich schwierig ist, angehende Lehrer/innen für die Neuen Medien zu motivieren. Da ich mich in letzter Zeit auch mit anderen Lehrertrainigs beschäftigt habe, die vor allem versuchen Persönlichkeitsmerkmale zu optimieren, kann ich dazu abschließend sagen, dass es immer schwierig ist Menschen in eine bestimmte Richtung zu verändern, auch wenn klar ist, dass die Optimierung unglaublich wichtig und sinnvoll ist. Liebe Lisa, vielen Dank für deinen Vortrag, den es hier noch einmal nachzulesen gibt:
Was mir bei all dem noch fehlt, ist ein richtiges Konzept. Ich finde, wir sollten nicht wie bisher in der Geschichte der Pädagogik Kinder und Jugendliche (und auch Erwachsene) so behandeln, als wären es kleine Versuchskaninchen, so á la „wir müssen es ausprobieren“. Auch wenn wir in einer Übergangsgesellschaft leben, wo natürlich viel (technisches) ausprobiert wird, sollten im pädagogischen Setting die Rahmenbedingungen so gestaltet sein, dass nicht willkürlich drauflos optimiert und ausprobiert wird.
Im Panel Jugendbildung – soziale Software, Medienbildung 2.0 – Kinder und Jugendliche als Akteure im Netz mit dem Grundschulblogger Martin Riemer als Moderator, Thomas Röhlinger von Radijojo, Daniel Poli mit dem Portal netzcheckers.de und Michael Lange, der uns cyberland.org vorgestellt hat. Die Mehrheit der Teilnehmer im Panel waren der Meinung, dass es sich um tolle Portale für Kinder und Jugendliche handelt, die aber kaum einer kennt. Am Ende haben wir diskutiert, ob sie wirklich so groß wie SchülerVZ & Co werden sollten oder ob es sich einfach um eine wirklich gute Alternative handelt, die vor allem Lehrern und Eltern kommuniziert werden sollte, damit sie sehen, dass es auch sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten im Netz gibt. Ich finde diese Portale gehören unterstützt. Ich bin jedenfalls froh in diesem Panel gewesen zu sein. Vielen Dank!
Und zum Schluss bleibt auch noch der Vortrag von Lawrence Lessig erwähnt, der vielleicht nichts neues war, weil ich ähnlicher Form schon dagewesen und am Ende eine Vortrag zu seinem Buch Remix, aber dennoch hat er meiner Meinung nach etwas ganz wichtiges gesagt. Es ist nicht gut wenn unsere Kinder mit der Angst aufwachsen sie könnten urheberechtlich anbelangt werden, wenn sie etwas kreatives geschaffen haben. Sehr treffend war eigentlich das Beispiel von Radijojo, die erst kürzlich ihren Live-Stream für Kinder!!! wegen Problemen mit der GEMA abdrehen mussten. Einfach nur doof so was.
berlin…, du bist so wunderbar
Ich bin angekommen. In Berlin. Endlich. Ich bin ja kein ausgesprochener Bahnliebhaber- und fahrer. Ich kann nicht lesen, weil mir dann schlecht wird. Allein der Zustand nicht aus der Bahn raus zu können, macht mich fertig, sodass ich bei jeder Station raus springe und nach Luft schnappe. Die Wlan-Preise sind nach wie vor schockierend: 60 Minuten für 8,00 Euro, ach ja ich hab’s ja!
Aber insgesamt war die Fahrt Salzburg – Berlin in 8 Stunden in Ordnung, mit Sonnenuntergang am Schluss.

Ohne Internet erst einmal ein wenig langweilig, dafür hüpften die Gedanken nur so von links nach rechts, oben und unten, hab „die Seele baumeln lassen“. Das geht wirklich nirgendwo anders so gut wie beim Bahnfahren. So einen *Gedanken-Flow-Tag* müsste es mindestens einmal die Woche geben. Dann fallen einem nämlich wieder wichtige Sachen ein und unwichtige Dinge fallen ebenso auf. Zum Beispiel empfehle ich der Bahn den „Kaffee-Caterer“ – also der- oder diejenige, welche immer mit einem Coffee-to-go-Tablett in die Wagons schlendert – erst einmal ne Runde durch den ganzen Zug zu drehen und dann erst zu fragen, ob jemand Kaffee möchte. Der Kaffeegeruch kommt nämlich erst, wenn er/sie vorbeigegangen ist und damit auch der Appetit. Das ist wie wenn man im Flugzeug ganz vorn sitzt, aber hinten mit dem Austeilen angefangen wird : ) Ok, so viel dazu.
Weiterhin habe ich mich über den G20 Gipfel aufgeklärt, empfehle hierfür aber freitag.de, Bekannte die live aus London berichten für weitere Infos.
re:publica
Ach ja und was mache ich eigentlich in Berlin? Natürlich Re:publica 09 – shift happens!
Ganz nach alter Schule hab ich mir das Programm ausgedruckt und die wichtigsten Thema markiert. Irgendwie für mich einfacher als das Ganze Programm zu exportieren und dann wieder in Online-Kalender einzuspeisen. So, also morgen geht es los mit „Netiquette for Social Networks“ um 10:30, dann weiter 12:00 Konferenzgipfel „digitale Gesellschaft“. Was ich mir noch so anschaue: zum Thema Offenheit, Transparenz um 15:30 „Open Everything“ openess – new skill for the 21st century?; Pflicht Lawrence Lessing um 18:00 Society 2.0; in Richtung Pädagogik gibt’s um 19:00 Jugendbildung und um 21:00 noch eine Twitterlesung. Da bleibt mir nur noch zu sagen: i gfrei mi!
Das Lied zur Fahrt ist auch gekürt: „16th Stage“ von Osborne








